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Henna ist den meisten als natürliches Färbemittel
für Haare bekannt. Darüber hinaus weiß man, dass
mit Henna Tattoos hergestellt werden. Dass dieser Farbstoff aber
auch zur Bemalung von Textilien Verwendung findet, dürfte wohl
weitgehend unbekannt sein.
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Das
"Haik des Fqîh"
Feija-Webarbeit,
ca. 1850, Imi n'Tatelt |
Adrar
(Kopftuch)
Feija-Webarbeit,
ca. 1920, Afouzar-Iligh |
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In einigen Dörfern der Fejia, einem Stamm der
Chleu-Berber, im marokka-nischen Anti-Atlasgebirge wurden zwischen
1880 und 1950 Textilien mit dem Pflanzenfarbstoff bemalt. Die Stoffe
dienten als Kleidungsstücke, die im Alltag oder zu Hochzeiten
getragen wurden, hatten aber auch rituelle oder magische Funktionen.
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| Adrar
(Kopftuch), ca. 1950, Imi n'Tatelt |
Islamische, christliche, jüdische und berberische
Motive und Symbole gehen dabei eine fantasievolle Symbiose ein;
und nur genaueste Befragungen in entlegenen Berberdörfern heute
haben die Objekte und das Wissen darüber erschlossen. Auffallend
ist eine er-staunliche Nähe zur Kunst der Moderne in Europa
auf, z.B. zu Paul Klee oder Jackson Pollock.
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Haik
(Wickeltuch), ca 1900
Zentralmotiv
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Die Sonderausstellung präsentiert eine Auswahl
der schönsten und repräsentativsten Stücke der Feijas
und ihrer Nachbarn, die von dem Schweizer Sammlerehepaar Annette
Korolnik-Andersch und Marcel Korolnik zusammengetragen wurden.
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Die Feldforschung des
Ehepaars ermöglicht es auch, über die Kleidungs-stücke
hinaus einen Eindruck des Alltags der Feijas zu vermitteln,
z.B. über das Weben und das Bemalen der Gewebe mit dem
Naturfarbstoff.
So erhalten die Besucher ein eindrucks-volles Bild vom Umfeld,
in dem diese außerge-wöhnlichen Textilien entstanden
sind. |
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Das
umfangreiche Begleitprogramm
Es erläutert insbesondere die vielseitige Verwendung des Farbstoffs
Henna, der heute auch in Europa Modeprodukt geworden ist.
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oben
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Museum
beim Markt
Karl-Friedrich-
Str. 6
76133 Karlsruhe
Öffnungszeiten:
Di - Do
11 - 17 Uhr
Fr -So
10 - 18 Uhr
Begleit-
programm
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